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		<title>Luftkrieg (V)</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 21:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>engl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bernd hat auch geheiratet. Seine Frau hat eine Brille. Sie haben keine Kinder. Bernd will keine. Seine Frau schon. Glaube ich. Aber Bernd will keine. Ich verstehe das nicht. Ich wollte immer Kinder. Ich wollte immer Familie. Wenn der Krieg vorbei ist. Dann kommt alles in Ordnung. Kinder. Das ist doch was Sch&#246;nes. Wir waren [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bernd hat auch geheiratet. Seine Frau hat eine Brille. Sie haben keine Kinder. Bernd will keine. Seine Frau schon. Glaube ich. Aber Bernd will keine. Ich verstehe das nicht. Ich wollte immer Kinder. Ich wollte immer Familie. Wenn der Krieg vorbei ist. Dann kommt alles in Ordnung. Kinder. Das ist doch was Sch&#246;nes. Wir waren immer eine Familie. Wir waren immer alle zusammen. Wir haben zusammengehalten. Bernd ist als erster losgerannt. Manchmal habe ich ihn nicht mehr gesehen. Wo ist der Bernd? Mein Vater. Den vergesse ich immer.</p>
<p>Als du noch klein warst, hast du immer geschlafen. Nichts konnte dich st&#246;ren. Bestimmt hast du getr&#228;umt. Es konnte noch soviel Krach sein drau&#223;en. Du hast geschlafen. Wir haben damals noch in der Kornstra&#223;e gewohnt. Da erinnerst du dich sicher nicht mehr dran. Da war es immer ziemlich laut. Aber dir war das egal. Ich habe dich sogar zum F&#252;ttern wecken m&#252;ssen. Die haben alle gedacht, ich spinne. Das hat mir keiner geglaubt. Nicht einmal dein Vater. Babys haben doch Hunger. Die werden wach vor Hunger. Die schreien vor Hunger. Aber du hast nicht geschrien. Du bist nicht wach geworden. Du hattest nicht einmal Hunger. Nie wolltest du etwas essen. Ich habe gedacht, ich werde verr&#252;ckt. Babys wollen doch essen. Aber du nicht. Du wolltest einfach nicht schlucken. Du hast alles seitlich aus dem Mund wieder rauslaufen lassen. Alle sind sie &#252;ber mich hergefallen. Alle haben sie versucht, dich zu f&#252;ttern. Die haben gedacht, ich w&#252;rde etwas falsch machen. Aber keine hat es geschafft. Ich habe gedacht, du stirbst. Ich habe deinen Kopf ins Wasser fallen lassen, einmal, als ich dich gebadet habe. Du konntest ihn selbst ja noch nicht halten. Da hast du geschrien. Auf einmal. Und wie. Ich bin vielleicht erschrocken. Ich hab doch gedacht du stirbst.</p>
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		<title>Luftkrieg (IV)</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 22:12:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Guck dich doch mal an. Wie du wieder aussiehst. Wo kommst du &#252;berhaupt her? Immer Geheimnisse, was? Benehmen – Gl&#252;cksache. Glaubst du eigentlich, irgendwer schenkt dir was im Leben. Da tr&#228;umst du wohl von. So wie du immer aussiehst. Guck dich doch mal an. So wie du dich immer anstellst. Du bist wie dein Vater. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Guck dich doch mal an. Wie du wieder aussiehst. Wo kommst du &#252;berhaupt her? Immer Geheimnisse, was? Benehmen – Gl&#252;cksache. Glaubst du eigentlich, irgendwer schenkt dir was im Leben. Da tr&#228;umst du wohl von. So wie du immer aussiehst. Guck dich doch mal an. So wie du dich immer anstellst. Du bist wie dein Vater. Genau dieselbe bl&#246;de Visage. Brauchst gar nicht so zu grinsen. Das kannst du dir mal abgew&#246;hnen. Du mu&#223;t dem doch nicht alles nachmachen. So toll ist der nicht. Wirklich nicht. Aber das ist wahrscheinlich nicht drin, was. Der ist ja dein Gott. Blo&#223; nicht dran kratzen, blo&#223; nicht. Mach doch mal die Augen auf. Guck dir den doch mal an. Ihr seid doch zu d&#228;mlich, ihr beide. Du noch zehnmal mehr. Bei dem ist sowieso nichts mehr zu retten. Meinst du, den guckt noch irgendeine an. So wie der aussieht. Ist ja ekelhaft. Hast du dir mal seine H&#228;nde angeguckt. Wenn ich nur daran denke, da&#223; der mich damit mal angefa&#223;t hat, dann krieg ich das Kotzen. Ihr steckt doch unter einer Decke. Du k&#246;nntest noch alles lernen. Du k&#246;nntest alles werden. Du k&#246;nntest &#252;berall hin. Dir steht alles offen. Br&#228;uchtest nur ein bi&#223;chen daf&#252;r zu tun. Wenn ich so jung w&#228;re wie du. Was ich alles h&#228;tte machen k&#246;nnen, wenn ich nicht so dumm gewesen w&#228;re, mich auf deinen Vater einzulassen. Aber ich bin selbst schuld. Jetzt ist es zu sp&#228;t. Nur du, du k&#246;nntest alles haben. Aber nee, machst keinen Finger krumm. Hockst immer zu Hause. Siehst aus wie der letzte Mensch. Findest du das etwa sch&#246;n? Meinst du, so will dich wer haben? Das glaubst aber auch nur du. Man mu&#223; was daf&#252;r tun. Man kriegt nichts geschenkt. Aber nein, die gn&#228;dige Frau ist sich zu schade. Du eingebildete Kuh. Dir sollen wohl alle in den Arsch kriechen, was. Das h&#228;ttest du wohl gerne. Es sind nicht alle so bl&#246;d wie ich. Ich habe keine Wahl. Mir ist sowieso alles egal. Da hast du wohl nichts zu sagen, was. F&#228;llt dir nichts zu ein. Du und dein Vater – ein Bild. Der hatte keine Familie. Der wei&#223; &#252;berhaupt nicht, was das ist. Die waren &#252;berall. Jeder woanders. In ganz Deutschland verteilt. Die sind vor den Bomben weg. Egal, was mit der Familie wird. Hauptsache weg. Der war immer allein. Ist ganz allein rumgeirrt. Mit f&#252;nfzehn. Kein Mensch wei&#223;, wo der sich &#252;berall rumgetrieben hat. Der hatte keine Mutter. Die hat sich nie gek&#252;mmert. Das ist keine Mutter. Das war der immer schei&#223;egal, was mit ihren Kindern ist. Besonders dein Vater. Den wollte die doch gar nicht. Ein M&#228;dchen wollte die haben. Aber nicht deinen Vater. Das ist keine Mutter. Das kann ich nicht begreifen. Wie die einfach alle wegschicken konnte. Ganz allein. Hauptsache weg hier. Wir waren hier. Die ganze Zeit. Wir waren wenigstens immer alle zusammen. Meine Mutter hat mich nicht im Stich gelassen. Und der? Kein Mensch wei&#223;, was der alles erlebt hat. Deshalb ist der n&#228;mlich so. Verstehst du. Kalt wie Eis. Und ohne Gef&#252;hl. Der hat kein Gef&#252;hl. Der wei&#223; &#252;berhaupt nicht, was das ist. Der hat nichts Menschliches. Da wei&#223;t du, wo du herkommst. Kriegst du immer noch nicht deine Z&#228;hne auseinander. Mach dein Maul auf. Das ist dein Vater. Wer wei&#223;, wo der sich wieder rumtreibt. Andere M&#228;nner sind um die Zeit l&#228;ngst zu Hause. Nur dein Herr Vater arbeitet noch. Das glaubst du doch wohl selbst nicht. Das ist doch nicht normal. Das ist doch keine Familie. Andere M&#228;nner sind nicht so. Auf die kann man sich verlassen. Ich sehe es doch &#252;berall. Die sind immer alle sch&#246;n zu Hause. Nur dein Vater, der macht was er will. Die Leute reden schon &#252;ber uns. Die sehen das doch auch. Die denken doch wer wei&#223; was. Und du. Mu&#223;t du immer so rumlaufen. Da mu&#223; man sich ja sch&#228;men f&#252;r dich. Du bist nicht allein auf der Welt. Sp&#228;ter kannst du machen, was du willst. Von mir aus. Wenn dir egal ist, was die Leute von dir denken. Wirst schon sehen, wie weit du damit kommst. Aber hier bist du nicht allein. Hier mu&#223;t du R&#252;cksicht nehmen. Schon mal was von geh&#246;rt? Was glaubst du eigentlich, wer du bist. Die Kaiserin von China? Du wirst dich noch umgucken. Man kann nicht machen, was man will. La&#223; dir das gesagt sein. Man mu&#223; sich anpassen. Hier zeigen die Leute auf mich, wenn du so ruml&#228;ufst. Auf wen denn sonst. Dein Vater ist doch nie da. Und die Leute haben recht. Jeder normale Mensch denkt so. Hau doch ab. Ich kann dich nicht mehr sehen. Du bist wie dein Vater. Kriegst nie dein Maul auf. Da kann man machen, was man will. Du kotzt mich an. Da brauchst du gar nicht zu heulen. Du alte Ziege. Was willst du eigentlich hier? Geh doch zu deinem Vater, wo du hingeh&#246;rst. Mach doch, was du willst. Das interessiert ja doch keinen.</p>
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		<title>Luftkrieg (III)</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 20:22:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Du schl&#228;fst immer. Du wirst nicht einmal wach, wenn es Zeit zum Essen ist. Du wirst noch verhungern. Du wirst einfach nicht mehr wach werden irgendwann. Du wirst vergessen zu atmen im Schlaf. Dann ist alles vorbei. Was wei&#223;t du schon davon. Du bist noch nie gestorben. Du kennst den Krieg nicht. Du schreist nicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du schl&#228;fst immer. Du wirst nicht einmal wach, wenn es Zeit zum Essen ist. Du wirst noch verhungern. Du wirst einfach nicht mehr wach werden irgendwann. Du wirst vergessen zu atmen im Schlaf. Dann ist alles vorbei. Was wei&#223;t du schon davon. Du bist noch nie gestorben. Du kennst den Krieg nicht. Du schreist nicht vor Hunger. Du schl&#228;fst nur. Soll ich dir den Krieg zeigen? Ja? Du wirst sehen, es ist gar nicht schwer. Im Grunde ganz einfach. Du wirst es schon verstehen. Hab keine Angst. Ich kenne den Krieg. Ich kann dir alles zeigen. Das ist das einzige, was ich wirklich wei&#223;. Das kannst du mir glauben. Ich mache das schon. Ich werde dir alles beibringen, was du wissen mu&#223;t. Mach dir keine Sorgen. Ich erkl&#228;re dir den Krieg.</p>
<p>Wir sind oft umsonst gerannt. Bernd als erster. Wir hinterher. Die ganze Familie. Oft ist gar nichts gewesen. Nur der Opa wollte nicht mit. Er hat sich nie um die Sirenen gek&#252;mmert. Ihm war das egal. Er ist nicht einmal aufgestanden. Er ist einfach im Bett geblieben. Sobald die Sirenen Entwarnung gaben, sind wir wieder gerannt. Die Mutter vorneweg. Um zu sehen, ob das Haus noch steht. Einmal hat es das von gegen&#252;ber erwischt. Bei uns sind nur die letzten Scheiben rausgeflogen. Der Opa lag in seinem Bett. Mit Dreck und Glassplittern bedeckt. Aber sonst nichts weiter.</p>
<p>Wie soll ich dir das erkl&#228;ren? Als ich klein war, war Krieg. Das wei&#223;t du ja. Man konnte gar nichts tun. Alles ist einfach so passiert. Wir mu&#223;ten immer rennen. Nachts. Wir mu&#223;ten in den Bunker. In einen Keller. Da hinten. In der N&#228;he wo jetzt die Stra&#223;enbahnhaltestelle ist. Ich war klein. Fast noch so klein, wie du jetzt. Du kannst das alles nicht verstehen. Sei froh, da&#223; kein Krieg ist. Krieg ist etwas Furchtbares. Das verstehst du nicht. Hoffentlich kommt das nie wieder. Die Oma hat zwei Kriege erlebt. Was soll ich mit dir anfangen? Was mach ich nur?</p>
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		<title>Luftkrieg (II)</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 15:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>engl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir sind oft gerannt in der Nacht. Immer wieder die Sirenen. Bernd ist als erster los. Mit seinem H&#246;ckerchen. Manchmal habe ich ihn gar nicht mehr gesehen. Ich wollte nie wach werden. Manchmal habe ich gedacht, ich sehe ihn nie wieder. Wo ist der Bernd, hab ich immer gefragt. Auch als der Krieg schon lange [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind oft gerannt in der Nacht. Immer wieder die Sirenen. Bernd ist als erster los. Mit seinem H&#246;ckerchen. Manchmal habe ich ihn gar nicht mehr gesehen. Ich wollte nie wach werden. Manchmal habe ich gedacht, ich sehe ihn nie wieder. Wo ist der Bernd, hab ich immer gefragt. Auch als der Krieg schon lange vorbei war. Wo ist der Bernd? Sogar der Vogel hat das schon nachgeplappert. Wo ist der Bernd? Wo ist der Bernd? Ich mu&#223; immer wissen, wo er ist. Ich habe immer Angst, ich sehe ihn nie wieder. Aber er sa&#223; immer auf unserem Sitzplatz. Ganz klein war er. Wartete auf uns. Starrte auf den schmalen Eingang. Mit zusammengekniffenen Augen. Bis wir endlich kamen. Nach dem Krieg hat Bernd eine Brille gekriegt. Eine runde, schwere. Da haben sie ihn alle ausgelacht.</p>
<p>Ich habe Kinder gewollt. Ein M&#228;dchen zuerst. Eine Tochter. Ich habe dich gewollt, aber was fang ich nur mit dir an? Was verstehst du schon. Du kannst ja noch gar nichts verstehen. Wei&#223;t du, man stirbt da. Man stirbt im Krieg. Auf jeden Fall stirbt man. Egal, was hinterher passiert. Ich h&#228;tte gern soviel gelernt. Ich war nur sieben Jahre in der Schule. Und drei Jahre z&#228;hlen nicht. Bestimmt nicht. Da hatte ich nur Hunger. Oder wir haben gefroren. Oder der Lehrer hat geschlafen. Ich h&#228;tte gern noch viel gelernt. Viel gemacht. Ich wollte alles k&#246;nnen. Ich wollte &#252;berall hin. Ich wollte alles haben. Ich wollte einen Mann. Und ich wollte Kinder. Immer schon. Ich habe vergessen, da&#223; man stirbt. Im Krieg. Ich habe es einfach vergessen. Ich wollte dich. Aber woher h&#228;tte ich wissen sollen, da&#223; du lebendig sein w&#252;rdest. Du bist nicht im Krieg gestorben. Du bist noch nie gestorben. Du kannst das nicht verstehen. Ich wei&#223; nicht, was ich mit dir machen soll.</p>
<p>Manchmal sind wir mehrmals gerannt in einer Nacht. Immer wieder Sirenen. Hin und zur&#252;ck. Und hin und zur&#252;ck. Und wieder hin und zur&#252;ck. Immer wieder Sirenen. Immer wieder Sirenen. Ich wollte nie schlafen. Ich dachte, ich vergesse zu atmen im Schlaf. Ohne zu atmen stirbt man. Ich wollte nie schlafen.</p>
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		<title>Luftkrieg (I)</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 21:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>engl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben immer ganz eng zusammengesessen. Bernd hat jede Nacht angezogen geschlafen. Um schneller zu sein. Er hat den kleinen Klapphocker genommen und ist gerannt. Mit dem ersten Ton der Sirenen. Bernd hat uns einen Platz gesichert. Jedesmal. Wir hatten immer einen Platz. Einen Sitzplatz f&#252;r uns drei. Das ist wichtig. Wir mu&#223;ten nie stehen. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben immer ganz eng zusammengesessen. Bernd hat jede Nacht angezogen geschlafen. Um schneller zu sein. Er hat den kleinen Klapphocker genommen und ist gerannt. Mit dem ersten Ton der Sirenen. Bernd hat uns einen Platz gesichert. Jedesmal. Wir hatten immer einen Platz. Einen Sitzplatz f&#252;r uns drei. Das ist wichtig. Wir mu&#223;ten nie stehen. Die ganze Zeit stehen. Nachts. Die ganze Zeit immer nur stehen. Das ist das Schlimmste. Wir mu&#223;ten nicht stehen. Sa&#223;en ganz eng zusammen. Die Mutter auf dem Sitzplatz. Ich bei ihr auf dem Scho&#223;. Bernd auf dem Klapphocker vor ihren F&#252;&#223;en. Wir haben immer ganz eng gesessen. Wir w&#228;ren alle zusammen tot gewesen.</p>
<p>Es ist nur, die Angst.</p>
<p>Man h&#228;lt die Angst nicht aus.</p>
<p>Wir w&#228;ren alle zusammen tot gewesen. Die ganze Familie. Nur, mein Vater. An den hab ich nie gedacht. Wir waren zusammen. Wir haben zusammengehalten. Bernd hat angezogen geschlafen. Bernd ist mit dem Klapphocker als erster losgerannt. Die Mutter hat auch angezogen geschlafen. Die Mutter hat die Tasche mit unseren Papieren immer umgeh&#228;ngt gehabt. Die Mutter hat mir beim Anziehen geholfen. Die Mutter ist mit mir zusammen gelaufen. Die Mutter hat mich getragen, wenn ich nicht schnell genug war. Meine Mutter hat mich meistens getragen. Die Mutter hat mich im Bunker auf den Scho&#223; genommen. Die Mutter hat die Beine ordentlich nebeneinander gestellt. Bernd hatte immer eine R&#252;ckenlehne an seinem Klapphocker. Bernd hielt die Tasche mit den Papieren auf den Knien. Wir waren alle zusammen. Die ganze Familie. Nur, mein Vater.</p>
<p>Ich wollte Familie haben. Immer schon. Ich wollte Mann und Kinder. Wenn der Krieg vorbei ist. Dann ist alles gut. Dann kann nichts mehr passieren. Ich wollte immer Familie. Immer Kinder haben.</p>
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		<title>Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu gro&#223;zuziehen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 19:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>engl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich sch&#228;me mich vor den Menschen, auch heute noch. Ich will mich niemandem zumuten, besser ist besser. Das ist nicht sch&#246;n, ich wei&#223;. Aber es geht schon, im Gro&#223;en und Ganzen. Ich komme zurecht. Fr&#252;her war alles schlimmer. Als Kind traute ich mich kaum durchs Treppenhaus. Immer hatte ich Angst, da&#223; da jemand sein k&#246;nnte. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sch&#228;me mich vor den Menschen, auch heute noch. Ich will mich niemandem zumuten, besser ist besser. Das ist nicht sch&#246;n, ich wei&#223;. Aber es geht schon, im Gro&#223;en und Ganzen. Ich komme zurecht. Fr&#252;her war alles schlimmer. Als Kind traute ich mich kaum durchs Treppenhaus. Immer hatte ich Angst, da&#223; da jemand sein k&#246;nnte. Jemand, der auch in diesem Haus wohnte. Ich wu&#223;te ja, da&#223; sie alles h&#246;ren konnten. Nacht f&#252;r Nacht, das Geschrei und Gepolter. Das Jammern und Heulen der Mutter. Die Stille des Vaters, sein Schweigen. Daf&#252;r sch&#228;mte ich mich.</p>
<p>Die Menschen im Haus wu&#223;ten trotzdem, wer ich war. Sie sahen mich, das lie&#223; sich nicht vermeiden. Zusammen mit der Mutter, dem Vater, dem Bruder. Ich geh&#246;rte dazu, tags&#252;ber. Die Menschen plauderten mit uns. Sie sprachen mit den Eltern, sie lobten den Bruder. Sein Lockenkopf war beliebt. Mir gaben sie Geld, kleine silberne M&#252;nzen. Niemals bekam ich Groschen, wie die anderen Kinder. Immer hatte ich Silber in der Tasche. Die sch&#246;nste M&#252;nze der Welt. Die, mit der knienden Frau darauf. Die Frau, die etwas einpflanzt. Und ich mu&#223;te Danke sagen, wie es sich geh&#246;rt. Das war nicht leicht. Ich wollte nicht reden mit den Menschen, von denen ich wu&#223;te, da&#223; sie alles wu&#223;ten.</p>
<p>Nach Jahren fing ich an, daran zu zweifeln. Die Menschen wissen zwar, sie h&#246;ren doch. Ich wei&#223; das. Ich wei&#223; es genau. Sie legen die Ohren an die Wand und lauschen, jede Nacht. Sie sitzen aufrecht im Bett. Was ist da los? Was sagt sie? Warum schreit sie, die Frau? Warum schweigt der Mann? Die armen Kinder. Der s&#252;&#223;e Junge. Die Menschen wissen, aber sie wollen es nicht wissen. Sie l&#252;gen lieber, sie tun so als ob. Sie spielen herum, sie plaudern und lachen. Sie kaufen sich frei. Sie sprechen mit der Mutter, ganz normal, sie loben den Bruder. Der hat die Locken, der ist beliebt. Er sagt Danke und freut sich. Ganz von allein. Mich bezahlen sie nur noch, weil ich immer auf den Boden sehe. Weil sie mich zwingen wollen. Weil ich sonst nicht mit ihnen rede, sie nicht einmal gr&#252;&#223;e. Vor Scham.</p>
<p>Sp&#228;ter, sehr viel sp&#228;ter, erz&#228;hlte mein Vater mir, da&#223; die Nachbarn immer wieder Briefe geschrieben und uns in den Briefkasten geschoben haben. Darin stand, jedesmal, da&#223; wir ausziehen m&#252;&#223;ten, da&#223; sie daf&#252;r sorgen w&#252;rden, wenn es nicht nachts endlich einmal still sein w&#252;rde bei uns. Sie wollten also, da&#223; wir verschwinden. Das war alles. Doch auch das haben sie sich letztendlich nicht getraut.</p>
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		<title>Schlachtfeld (IV)</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 21:03:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich erschlage ihn, den Mann. Ich k&#228;mpfe mit ihm. Ich verpr&#252;gle ihn. Ich w&#252;rge ihn. Ich bin keine Anf&#228;ngerin, ich habe das gelernt. Er wehrt sich. Aber es hilft ihm nichts. Ich schlage ihm mit Kn&#252;ppeln zwischen die Beine. Ich steche mit Messern auf ihn ein. Mit Schraubenziehern. Chrom-Vanadium. Ich kann es h&#246;ren. Das Ger&#228;usch. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erschlage ihn, den Mann. Ich k&#228;mpfe mit ihm. Ich verpr&#252;gle ihn. Ich w&#252;rge ihn. Ich bin keine Anf&#228;ngerin, ich habe das gelernt. Er wehrt sich. Aber es hilft ihm nichts. Ich schlage ihm mit Kn&#252;ppeln zwischen die Beine. Ich steche mit Messern auf ihn ein. Mit Schraubenziehern. Chrom-Vanadium. Ich kann es h&#246;ren. Das Ger&#228;usch. Durch den Stoff. Ins Fleisch. Auf Knochen. Ich schlage ihm den Sch&#228;del ein. Mit &#196;xten und H&#228;mmern, den kranken Kopf. Seit drei Tagen. Unaufh&#246;rlich. Tag und Nacht. T&#246;te ich. </p>
<p>Er lebt aber immer noch, der Mann. Irgendwo. Ein Mann. Irgendeiner. Ich wei&#223;. Ich sage gar nichts mehr.</p>
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		<title>Schlachtfeld (III)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 21:19:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Mann hatte einen Schraubenzieher. 17 Mal hat er zugestochen. Die Frau soll sich gewehrt haben. 12,6cm Chrom-Vanadium. Durch den Stoff. In die Haut. Ins Gewebe. In Organe. Auf Knochen. Er hat ihr einen Arm ausgekugelt. Und gebrochen. Er hat sie geschlagen. Gepr&#252;gelt. Gew&#252;rgt. Den Kehlkopf eingedr&#252;ckt. Er hat zugestochen. Ich kann es h&#246;ren. Das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mann hatte einen Schraubenzieher. 17 Mal hat er zugestochen. Die Frau soll sich gewehrt haben. 12,6cm Chrom-Vanadium. Durch den Stoff. In die Haut. Ins Gewebe. In Organe. Auf Knochen. Er hat ihr einen Arm ausgekugelt. Und gebrochen. Er hat sie geschlagen. Gepr&#252;gelt. Gew&#252;rgt. Den Kehlkopf eingedr&#252;ckt. Er hat zugestochen. Ich kann es h&#246;ren. Das Ger&#228;usch. Erst durch den Stoff. Ein Schraubenzieher ist stumpf. Nicht scharf, wie ein Messer. Stiche bewirken gar nichts. Sie t&#246;ten. Und ich stand auf der Treppe.</p>
<p>Ich bin die Treppe nicht hochgegangen. Ich habe Claudia nach Hause gefahren, habe das Auto zur&#252;ck gebracht, bin nach Hause gelaufen. 1 1/2 Stunden hat das gedauert. Ich hatte schlechte Laune, habe schlecht geschlafen diese Nacht. Die Frau ist get&#246;tet worden. Das ist drei Tage her. </p>
<p>Seitdem schlafe ich gar nicht mehr. F&#252;nf Minuten fr&#252;her, und ich w&#228;re die Treppe hochgegangen. Zum Zug. Ich h&#228;tte ihn erschlagen, diesen Mann. Wenn ich nur im Entferntesten begriffen h&#228;tte. Wenn ich verstanden h&#228;tte. Dann h&#228;tte ich ihn erschlagen. Irgendwie. Claudia hat gesagt, da&#223; sie noch nie so froh war, einen Zug verpa&#223;t zu haben. Da&#223; sie nie wieder von diesem Bahnhof fahren k&#246;nnte. Vera hat das auch gesagt. Ich sage gar nichts. Aber ich schlafe nicht mehr. </p>
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		<title>Schlachtfeld (II)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 20:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>engl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unten, auf der Seite ist das Foto von einem Schraubenzieher. Ein gutes Foto. Es zeigt die Originalgr&#246;&#223;e. Ich habe es nachgemessen, 10cm lang ist der Plastikgriff. Rot. 12,6cm lang ist das Metallst&#252;ck. Chrom-Vanadium steht drauf. Der Griff ist durchsichtig. Man kann sehen, wie tief das Metall darin eingefa&#223;t ist. Sogar auf dem Zeitungsfoto. Ich habe [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unten, auf der Seite ist das Foto von einem Schraubenzieher. Ein gutes Foto. Es zeigt die Originalgr&#246;&#223;e. Ich habe es nachgemessen, 10cm lang ist der Plastikgriff. Rot. 12,6cm lang ist das Metallst&#252;ck. Chrom-Vanadium steht drauf. Der Griff ist durchsichtig. Man kann sehen, wie tief das Metall darin eingefa&#223;t ist. Sogar auf dem Zeitungsfoto. Ich habe auch so einen Schraubenzieher. &#196;hnlich jedenfalls, meiner ist gr&#246;&#223;er. Das Metall ist 13,8cm lang, ich habe nachgemessen. Die Griffe sind gleich lang, nur meiner ist blau. Und nicht durchsichtig.</p>
<p>Die Polizei geht von Haus zu Haus, in der Gegend um den Bahnhof herum. Zu mir kommen sie nicht, ich wohne zu weit weg. Aber bei Vera waren sie schon. Sie suchen nach Hinweisen, Anhaltspunkten, fragen nach Beobachtungen. Nach dem Schraubenzieher. Rotes Plastik, durchsichtig, 10cm der Griff. Chrom-Vanadium. Vera hatte dazu nichts zu sagen. Ich habe einen &#228;hnlichen Schraubenzieher. Meiner ist blau. Wenn sie kommen und mich fragen, was soll ich sagen. Ich war nicht da. Wir sind zu sp&#228;t gekommen. Der Zug war schon weg. Ich bin die Treppe raufgegangen, habe auf die Uhr gesehen. Das ist alles. Aber sie fragen mich ja nicht. Ich wohne zu weit.</p>
<p>Achtundzwanzig war sie, drei Jahre &#228;lter als ich. Sie hat sich gewehrt, steht in der Zeitung. Doch der Mann hatte den Schraubenzieher. Ich habe auch einen. Ein Schraubenzieher ist eine furchtbare Waffe. 17 Mal zugeschlagen. Zugestochen. Mit dem Schraubenzieher. Ein Schraubenzieher ist stumpf, nicht wie ein Messer. Es ist schwer damit zuzustechen. Durch die Kleidung hindurch, in den K&#246;rper. Die Klinge dringt durch den Stoff, in die Haut, ins Gewebe, trifft auf Knochen.</p>
<p>Den Griff locker halten, trotzdem das Messer auf keinen Fall verlieren. Ein Messer ist eine furchtbare Waffe. Die Klinge versteckt, an den Unterarm anlegen. Das macht schnelle Angriffe m&#246;glich. Von allen Seiten, mit etwas &#220;bung. Und schneiden! Schneiden, nicht stechen. Viele Schnitte in die Haut, gezielt angebracht. Das tut weh und blutet stark. Stiche bewirken gar nichts. So habe ich das gelernt. Oder sie t&#246;ten.</p>
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		<title>Schlachtfeld (I)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 18:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>engl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drei Tage ist es her, erst drei Tage. Sonntag hat sie noch gelebt. Ich habe sie nicht gekannt, diese Frau, aber heute war ich da. Am Bahnhof, oben an den Gleisen. Wo sie gestorben ist. Vera sagt, da&#223; sie da nicht mehr hingehen wird, da&#223; sie das nicht k&#246;nnte. Auch nicht wollte. Ich war da, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Tage ist es her, erst drei Tage. Sonntag hat sie noch gelebt. Ich habe sie nicht gekannt, diese Frau, aber heute war ich da. Am Bahnhof, oben an den Gleisen. Wo sie gestorben ist. Vera sagt, da&#223; sie da nicht mehr hingehen wird, da&#223; sie das nicht k&#246;nnte. Auch nicht wollte. Ich war da, heute, wie jeden Mittwoch. Ich fahre immer von diesem Bahnhof, dreimal die Woche. Das ist so. Ich war zu fr&#252;h. Diesmal war ich zu fr&#252;h. Dreimal bin ich die gesamte L&#228;nge des Gleises entlanggegangen. Langsam, hin und zur&#252;ck. Es war niemand da. Seltsamerweise war niemand da. Es war auch nichts zu sehen, es war alles so wie immer. Nichts ist passiert. Gar nichts. Warum sollte ich Angst haben. Ich habe keine Angst. Ich wei&#223; nicht, ob ich Angst hatte. Ich wei&#223; es nicht. Es war nichts. Einfach nichts.</p>
<p>Ich habe Claudia zum Bahnhof gebracht. Das war nachts, vor drei Tagen. Die anderen waren schon weg. Claudia wollte unbedingt den letzten Zug kriegen. Wir waren aber zu sp&#228;t. Wir sind zu sp&#228;t gekommen. Ich bin drei Schritte die Treppe hoch, zu den Gleisen rauf. Ich habe auf die Uhr gesehen, oben auf dem Bahnsteig. Drei Minuten zu sp&#228;t. Ich bin die Treppe wieder runter. Wir haben gelacht. Lustig fanden wir das beide nicht. Claudia mu&#223;te nach Hause, um am n&#228;chsten Tag p&#252;nktlich zu sein. Ich mu&#223;te sie fahren, danach noch den Wagen zur&#252;ckbringen. Den brauchte Vera wieder. Wir haben trotzdem gelacht, obwohl uns nicht danach zumute war. Mir schon gar nicht. Ich war noch 1 1/2 Stunden unterwegs. Das war keine sch&#246;ne Nacht. Ich habe schlecht geschlafen. Es hat angefangen zu regnen.</p>
<p>Die Frau ist jetzt tot. Ich habe sie nicht gekannt, aber sie ist seit drei Tagen tot. Es steht in der Zeitung. Ich habe es gelesen. Ein paarmal schon. Immer wieder. Ganz genau. Ein Bild ist dabei. Ein schlechtes Bild, unscharf. Ein besseres gibt es vielleicht nicht. Sie hat kurze, helle Haare und prostet mir zu. Ein halbvolles Bierglas in der Hand. Sie lacht. Im Hintergrund steht Pflanze. Sie lacht mich an, die Frau, die ich nicht gekannt habe. Ihre Augen sind dunkelgraue Flecken.</p>
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